#ichstillwoichwill in Berlin
100 Mütter, 100 Geschichten, 1 Botschaft
Aus einem geteilten Moment der Empörung entstand eine ganze deutschlandweite und internationale Bewegung: Nachdem eine stillende Mutter in einem Saarbrückener Einkaufszentrum des Hauses verwiesen wurde, weil sie dort stillte, brach eine Welle der Solidatität aus. Viele Frauen teilten ihre eigenen Erfahrungen über das öffentliche Stillen und ließen sich entweder im Rahmen von organisierten Shootings oder auch in ihrem privaten Umfeld beim Stillen fotografieren. Sie alle zeigten: Dies, was in Saarbrücken passiert ist, ist kein Einzelfall. Und diese Stigmatisierung und Tabuisierung des Stillens im öffentlichen Raum MUSS ein Ende haben.
Unter dem gemeinsam genutzten Hashtag #ichstillwoichwill, der seinen Ursprung in München hat, schlossen sich Mütter aus ganz Deutschland zusammen. Sie machten sichtbar, was selbstverständlich sein sollte: Stillen gehört zum Alltag und damit mitten in unsere Gesellschaft.
Auch in Berlin wurde diese Botschaft weitergetragen: 122 Mütter kamen zusammen, begleitet von 7 Fotografinnen, um gemeinsam ein Zeichen für Sichtbarkeit, Gemeinschaft und gegenseitige Unterstützung zu setzen. Die Fotos zeigen Nähe und Fürsorge ebenso wie Mut und Selbstbewusstsein.


Initiative durch das Mama-Netzwerk Berlin
Als erste Reaktion auf den Vorfall im Einkaufszentrum fand eine Protestaktion von Saarbrückener Müttern statt. Diese ließen sich in demselben Einkaufszentrum öffentlich stillend fotografieren und erreichten damit einen Aufschrei in den lokalen Medien und auf Social Media. Kurz darauf schrieben sie bundesweit verschiedene Mütter-Netzwerke an mit der Bitte, ihre Botschaft über ganz Deutschland hinweg zu verbreiten.
Kathi Kokott, Gründerin des Mama-Netzwerk Berlin, hat daraufhin die Berliner Aktion ins Rollen gebracht. Innerhalb eines Tages hatten sich bereits über 50 Frauen und 5 Fotografinnen bereiterklärt, bei der Aktion zu unterstützen, sodass bereits wenige Tage später das erste Shooting der Kampagne am Hauptbahhof startete. Mit der Zeit wuchs die Berliner Aktion auf bis zu 122 Frauen und sieben Fotografinnen an, die sich berlinweit - von Spandau bis Marzahn-Hellersdorf - mit viel Herzblut und Engagement einsetzten.
Am 26. Juni 2026 wurde die Kampagne bei Instagram gelaunched und ging dort vollkommen viral, sodass auch viele Medien aufmerksam wurden: von Tagesschau und n-tv über die BILD-Zeitung bis hin zur TAZ oder der Berliner Zeitung.











